Künstliche Intelligenz ist faszinierend, sie kann begeistern. Die Einsatzmöglichkeiten sind unglaublich umfangreich. Doch zugleich stellt sich die Frage, wohin die Reise gehen soll – in der technischen Entwicklung aber auch in der Nutzung der KI.
Bereit heute kann man die Modelle ganze Texte nach verschiedenen Kriterien nicht nur verbessern und umformulieren lassen. Längst sind wir auf dem Level angekommen, dass die Programme ganze Texte von Grund auf selbst nach bestimmten Kriterien verfassen können und der Nutzer nur noch wenige Änderungen daran vornehmen muss. Die Frage die sich dahinter stellt ist, ob wir diesen Einsatz so in dieser Form tatsächlich wollen, bzw. wollen sollten. Denn nur, weil etwas möglich ist heißt das nicht, dass es auch immer sinnig ist, dies so auch zu nutzen.
Klar kann man eine Software komplett einen Aufsatz, einen Bericht oder ein Referat verfassen lassen, den man dann irgendwo veröffentlicht oder abgibt. Was dabei jedoch völlig verloren geht ist, sich persönlich mit einem Thema auseinander zu setzen. Der Prozess, sich mit etwas zu beschäftigen, sich zu vertiefen und von verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, etwas wirklich verstehen zu wollen und zu können – all das fällt weg, wenn ich das referieren komplett an die KI outsource und ich selbst nur noch mit dem Ergebnis zu tun hab das ich einfach nur noch abgeben muss. Was es braucht ist nicht ein mehr an Künstlicher Intelligenz sondern an menschlicher Intelligenz.
Am Ende des Tages ist es eine Frage des Einsatzes. Im Idealfall ergänzt die KI das von uns gestaltete und bereichert es, indem es bestehendes verbessert, korrigiert und inhaltlich ergänzt. und erweitert. Es sollte aber niemals die menschliche Komponente ersetzt werden, sondern ausschließlich mit ihr zusammen korrelieren. Dann kann ein gutes Arbeiten mit dem Fortschritt auch gelingen!

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